Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Gewiſſenhaftigkeit nachkam, daß Dora, die ſchon längſt hinter der Thür gelauſcht, nun nicht mehr an ſich halten konnte, ſondern eiferſüchtig ſchmollend hervor auf Hein⸗ rich zuſprang, dem ſie neckiſch mit ihrer ſchmalen Hand

den Mund zuhielt.

Das iſt abſcheulich, rief ſie,kein Wort mehr ſollſt Du von der garſtigen Marion erzählen, ſonſt liebſt Du mich nicht mehr.

Doctor Anſelmus blickte verblüfft auf; er fand ſich nicht gleich in die vertrauliche Art, die ſich Dora gegen Heinrich erlaubte.

Du haſt gelauſcht? fragte er.

Ja lachte Dora,aber nicht das geringſte Neue gehört.

Der Gelehrte ſah zu Heinrich hinüber, wie wenn ihm dieſer ſagen ſolle, was er von ſolch einem Mäd⸗ chen halte.

Heinrich aber hatte mit leichter Mühe Dora's Hand von ſeinem Munde genommen und ſagte nun, dieſe feſthaltend und Dora unverwandt mit glücklichem Lä⸗ cheln anſehend:

Sie haben viel Plage mit Ihrer Nichte.

Ich möchte ſie Niemand gönnen, ſeufzte Doctor Anſelmus.

Auch mir nicht? fiel Heinrich vom Stuhl auf⸗