Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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anders gehandelt und gewiß nicht verſucht haben, an ihr zu Grunde zu gehen oder ſie mit dem Schnee mön⸗ chiſcher Kaſteiungen und Bußübungen zu erſticken. Oder tadeln Sie Alles das an mir?

Nein, machte Doctor Anſelmus ungeduldig.

Nun bin ich Arzt, habe Vermögen, bin ſelbſtſtändig, genügt Ihnen Alles das nicht für die Zukunft Ihrer Nichte?

Ja, ja, meinte Doctor Anſelmus zögernd.

Und doch geben Sie Ihre Einwilligung nicht? Dora erwidert meine Liebe, wie Sie ſelbſt wiſſen. Ich ſtehe Ihnen als Mann gegenüber; haben Sie das Recht, mir Ihre Nichte zu verſagen, ſo haben Sie auch die Pflicht, mir den Grund davon kund zu geben.

Gut ſagte der Gelehrte, von allen Seiten in die Enge getrieben und begreifend, daß er auf irgend eine Weiſe Stand halten müſſe,ich will Ihnen den Grund ſagen: Ihr Vorleben gefällt mir nicht.

Mein Vorleben? wiederholte Heinrich erſtaunt. Mein Leben, bevor ich ins Kloſter ging?

Es iſt ſo. Sie haben Dora, die Sie damals noch für meinen Neffen hielten, gar mancherlei Dinge über Ihr früheres Leben in der Hauptſtadt erzählt, und mag meine Nichte ſich mit ihrem kindiſchen Sinn auch daran ergötzt haben, ſo kann doch ich wenig Gefallen daran