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finden, wenn ein junger Mann, der vom Ernſte des Lebens eine Ahnung haben ſollte, ſeine Zeit im Um⸗ gange mit Komödiantinnen tödtet.“
„Mit Komödiantinnen!“ rief Heinrich.„Sie werden mir doch unter dieſen hervorragende Ausnahmen zugeben!“
„Gewiß“ antwortete Doctor Anſelmus lebhaft,„ich könnte Ihnen ſelbſt Vieles und Schönes davon erzählen.“
„Sehen Sie!“
„Aber Sie werden es auch begreiflich finden, daß ich, wenn ich von einer Komödiantin höre, nicht gleich an die Ausnahme denke, ſondern zuerſt an die Regel.“
„O“ fiel Heinrich ein,„wenn Sie meine Marion gekannt hätten—“
„Marion?“ xief Doctor Anſelmus, Heinrich's Arm ungeſtüm faſſend.„Marion ſagen Sie? Wer war das? Wer iſt das?“
„Eine Schauſpielerin am zweiten Theater der Haupt⸗ ſtadt“, entgegnete Heinrich, befremdet über des Gelehrten Erregtheit.
„Wie ſah ſie aus?“
„Glauben Sie ſie gekannt zu haben?“
„Nein, nein! Sagen Sie nur, wie ſah ſie aus? Sie hatte blonde Locken?“
„Gewiß, blonde Locken und blaue Augen.“
„Blaue Augen?“ rief Doctor Anſelmus in ſteigender 11*


