Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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neu und in dem glücklichen Auge des Mädchens ſpie⸗ gelte ſich all die Seligkeit des Geliebten.

Sie ſagten ſich tauſend Schmeicheleien und verga⸗ ßen darüber vollkommen den ungeberdigen Oheim, der im Nebenzimmer grollend und wuthvoll auf dem So⸗ pha ſaß und ſich mehr und mehr in ſeinem Entſchluſſe befeſtigte, ſeine Nichte nicht dem hergelaufenen Frater, überhaupt Niemand zu geben. Doctor Anſelmus brauchte ſeine Nichte für ſich. Doctor Anſelmus war klug und dachte an die Tage des Alters.

Da pochte es an ſeine Thür.

Er gab keine Antwort.

Das Klopfen wiederholte ſich.

Was gibt's? rief er jetzt.

Kann ich, hörte man die Stimme Heinrichs, noch einmal das Vergnügen haben, Sie zu ſprechen?

Nein, war die kurze Antwort.

Ich wünſche nicht meinetwegen mit Ihnen zu ſpre⸗ chen, ſondern in einer Angelegenheit, bei der zunächſt Sie intereſſirt ſind.

Man kennt das, replicirte Doctor Anſelmus, ohne ſich von ſeinem Platze zu erheben.

Ich komme im Auftrage des Buchhändlers Langen⸗ meyer.