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Heinrich drückte ſie jubelnd an ſich und rief voll Zuverſicht:
„Nun, Herr Doctor? Dora iſt mein, mein vor Ihnen und aller Welt.“
„Ich ſage aber nein“, rief Doctor Anſelmus, mit dem Fuße ſtampfend,„ich ſage nein und werde derjenige ſein, der Recht behält.“
Damit eilte er mit großen Schritten auf die nächſte Thür zu, warf ſie klirrend hinter ſich ins Schloß und man hörte, wie er den Riegel vorſchob.
Dora wand ſich aus der Umarmung des Gelieb⸗ ten und ſah mit thränendem Auge zu ihm empor, Heinrich aber beruhigte ſie.
„Was kann uns fehlen?“ ſagte er.„Lieben wir beide uns nicht? O Geliebte, Alles, Alles muß noch gut werden.“
Und jetzt erſt hatten beide Zeit, ſich gegenſeitig zu bewundern. Wie viel ſchöner mußte Dora den ange⸗ henden Arzt mit dem männlichen Ausdrucke dem mo⸗ diſch geſchnittenen röthlichen Vollbart, in der Toilette des Salons finden, als in der weiten, faltigen, groben Kapuze. Und wie bewunderte Heinrich wieder ſeiner⸗ ſeits den ſchlanken Wuchs der Geliebten! Die Vollen⸗ dung ihrer Formen, die Schönheit ihrer Locken, den Liebreiz ihres Geſichtes— Alles, Alles war ihm ſo


