Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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Punkt hingeſtellt haben, ſo erlauben Sie mir einen an⸗ dern ihm gegenüberzuſtellen, und erſt, wenn auch dieſer was Gott verhüte ſich mir feindlich erweiſen ſollte, will ich mich fügen.

Mit dieſen Worten ſchritt er auf Dora zu, die während der ganzen Zeit ſtumm und verwirrt zur Seite geſtanden.

Er faßte ſie bei der Hand und ſagte mit innigem Tone:Dora, von Ihnen will ich die Entſcheidung hören, von Ihnen will ich mein Schickſal empfangen. Sie wiſſen, wie ich Sie liebe. Es war nicht die leichte Laune eines Augenblicks, ſondern das Reſultat eines langen reiflichen Ueberlegens, das mich aus dem Kloſter trieb. Ich wog mein Geſchick ab, ich ſah nach meinem Glück aus und hatte, als ich es außerhalb der klöſter⸗ lichen Mauern fand, den Muth, dieſe wieder zu über⸗ ſpringen. Aber das geſchah nur um den Preis Ihrer Liebe und Ihrer Hand. Dora, wollen Sie mich zurück⸗ ſtoßen in jene trübe, freudenleere, nachtumhüllte Wüſte der Entſagung, oder ſoll mich Ihre Liebe, die Liebe meines Weibes einem mehr als göttlichen Glücke ent⸗ gegenführen?

Heinrich ſchwieg, da ſchlug Dora, die ihre Hand bisher in der ſeinigen hatte ruhen laſſen, ihr ſchönes Auge zu ihm empor und ſank erglühend an ſeine Bruſt, ihm den Hals mit beiden Armen umſchlingend.