Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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bin. Es iſt Ihnen bekannt, welche Kette von unglück⸗ ſeligen Verhältniſſen mich wider meinen Willen und unbedacht ins Kloſter führte, und Sie können meine Liebe zu Ihrer Nichte daraus ermeſſen, daß ſie es war die mich das Opfer, das ich dem Andenken meiner theuern Mutter ſchuldig zu ſein glaubte, verwerfen und wieder in die Welt zurückkehren ließ. Ich habe die letzten Tage in der Hauptſtadt zugebracht und mein nicht unbedeutendes Vermögen aus den Händen meines Vormundes übernommen. Zugleich beabſichtige ich meine mediciniſchen Studien zu Ende zu führen und bin, da ich hoffen darf, in einem Jahre zur Praxis überzugehen, ſomit ſo glücklich, Ihre Nichte, die ich über Alles, mehr als mich und mein Leben liebe, einer geſicherten Zu⸗ kunft entgegenführen zu können.

So? rief Doctor Anſelmus außer ſich.Sind Sie glücklich? Das freut mich. Ich ſage Ihnen nur das Eine, meine Nichte wird niemals Ihre Frau, niemals. Ich duld' es nicht und will es nicht.

Es läßt ſich nicht leugnen ſagte Heinrich ernſt, daß Ihr Wille bei einer Angelegenheit wie dieſe bedeutend ins Gewicht fällt; aber er iſt doch nicht allein maßgebend.

Nicht? Nein, und da Sie Ihren Willen als entſcheidenden