Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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ihrer Bruſt die alten frommen Wünſche und Hoffnun⸗ gen wieder auftauchten, und leider kam dieſen meine unglückliche Stimmung zur Genüge entgegen. Ich ver⸗ zichtete auf jedes Glück, auf jede Freude des Lebens und ſah nur die eine Pflicht vor mir, den Schmerz, den ich meiner guten, geliebten Mutter umſonſt bereitet, wieder gut zu machen und zum ſtillen Glücke ihrer alten Tage, was ich konnte, beizutragen. Ich habe Ihnen auch ſchon erzählt, wie ich kaum geneſen in das hieſige Kloſter trat und wie ich wenige Wochen darauf meine Mutter, der der Kummer um den Tod des Gatten und des Sohnes zu tief im Herzen ſaß, verlor. Einen Tag vor meiner Abreiſe aus der Hauptſtadt begegnete ich auf einem der ſeltenen Ausgänge, zu denen mich der behandelnde Arzt zu überreden ver⸗ mochte, einem mir bekannten Schauſpieler. Ich wollte ihm ausweichen, aber er rief mich an. Er drückte mir zuerſt ſeine Freude über meine Wiedergeneſung aus und fragte dann:

Nun, und was ſagen Sie denn zu Fräulein Ma⸗ rion?

Ich fühlte, wie mir die Sinne vergehen wollten; zum erſten Male ſeit langer Zeit hörte ich wieder den theuern Namen nennen. Kaum hatte ich die Kraft zu fragen: