Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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Laß uns wenigſtens friedlich und verſöhnt Abſchied

nehmen.

Du willſt gehen?

Kann ich anders? Ich muß gehen, ich muß Ab⸗ ſchied nehmen.

Auf wie lange? fragte ſie leiſe.

Auf immer, antwortete ich feſt.

Nein, rief ſie,das kann, das darf nicht ſein!

Und wieder hing ſie mir am Halſe, weinend und klagend.

Ich löſte mit ſanfter Gewalt ihre Arme, die ſie um mich geſchlungen hatte, und ſagte:

Laß uns das Scheiden nicht ſchwer machen. Du ſagteſt ja ſelbſt ſchon: es muß ſein. Was Liebe und Treue ſagen können, habe ich geſagt laß mich nun gehen.

Außer ſich faßte ſie meine beiden Hände und rief:

Kannſt Du mich ſo ſtrafen? Ich kann, ich will nicht ohne Dich leben, ich kann Dich nicht hingeben; bleibe, verlaß mich nicht.

Ich darf nicht ſagte ich ruhig.

Du mußt bleiben, Heinrich, rief ſie aufſchreiend, ich liebe Dich, liebe Dich zu ſehr. Sei mein Herr, mein Gebieter; Alles, was ich bin, was ich habe, gehöre Dir; mache mit mir, was Du willſt, nur bleibe, hleibe.