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„Und das ſagſt Du ſo ruhig, ſo kalt, ſo nüchtern? Iſt mir doch, als wenn Du mit jedem Deiner Worte eine Eisrinde um mein Herz legen, als wenn Du die ſchöne Leidenſchaft in mir erſticken wollteſt, deren Flamme mich bis heute ſo warm und heilig durchglühte.“
„Ich ſpreche, wie ich muß, wie Du mich zwingſt zu ſprechen; denn fortan, von dieſer Stunde an darf kein Hehl darf kein Verborgenes zwiſchen uns ſein.“
„Ich gebe Dir Recht“ rief ich,„doch laß uns nicht zu ſchnell, nicht zu raſch urtheilen. Marion, denke an Alles, was wir zuſammen erlebt haben, denke an Alles, was uns immer aufs neue noch enger und inniger ver⸗ bunden hat, denke an Freud' und Leid, die wir ge⸗ meinſam getragen, an alles Glück, das wir gemeinſam genoſſen, und ſage, ſoll dies Alles umſonſt geweſen ſein? Soll dies Alles ein Ende nehmen, ſoll dies aufhören wie ein Wort, das verhallt, wie ein Blitz, der verſinkt, wie ein Lenztag, der im Sturm unter⸗ geht?“
„Du glaubſt nicht“, ſagte Marion wieder in weiche⸗ rem Ton,„welche Schmerzen Du in mir aufwühlſt. Meinſt Du, daß ich, auf alles das verzichtend, woran Du mich eben erinnerſt, mit geringerem Schmerze ver⸗ zichte als Du? Du fragteſt mich, ob die Kluft, die uns trennt, nicht zu überbrücken ſei. Ich könnte Dir


