Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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ger, langer Zeit ſchon ſagte ich Dir, wie ich vom Hei⸗ rathen dächte

Das war fiel ich ein,als wir uns noch nicht liebten.

Allerdings, ich hatte dieſe Worte zu Dir geſpro⸗ chen ohne Anlaß, ohne Beziehung. Aber ſpäter, da Du mir theuer und lieb geworden warſt, erinnerte ich mich gern und mit einem gewiſſen Gefühle der Sicher⸗ heit daran, daß ich Dir zur rechten Zeit meine Ge⸗ danken vertraut, und ich erfuhr, was ich ſchon manchmal erfahren: man ſpricht im Leben bisweilen in einem dunklen, ahnungsvollen Drange Worte, die ihre wahre Bedeutung erſt in ſpätern Tagen erlangen und deren volles Gewicht einem erſt in ſpätern Zeiten recht vor die Seele tritt. Du haſt das freilich nicht beachtet oder nicht beachten wollen und nun ſollen wir beide, Du wie ich, in vollem Maße dafür büßen.

Du ſprichſt ſehr verſtändig, ſagte ich bitter,aber das Erſte, das, worauf Alles ankommt, iſt doch, ob Du mich liebſt, ob Du mich wirklich liebſt, ob Du mich ſo liebſt wie Du immer ſagteſt, ſo, wie ich Dich liebe. Wenn das der Fall iſt, was kann unſerer Verbindung im Wege ſtehen?

Ob ich Dich liebe? ſagte Marion, und ihre Stimme begann zu zittern, daß mir ihr Klang tief in die Seele