Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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für das Leben gehören, daß Du mein liebes, gutes, treues Weib werden willſt.

Ich kann nicht! ſchrie ſie auf, ſich mir an den Hals werfend, und ein Strom von Thränen löſte die ſchwere Beklemmung, die auf ihrer Bruſt gelegen.

WMir war, als wenn es Nacht vor meinen Augen werden wolle; ich faßte kaum, was vorging, ich fühlte nur einen heißen Schmerz, der durch mein Gehirn zuckte, und es war mir, als ob ich inkein leeres, trübes Nichts ſähe, ohne Ende, ohne Anfang.

Aber noch hielt ich ſie ja umſchloſſen, noch fühlte ich mich von ihren Armen umfangen, noch lag ihr Haupt auf meinen Schultern, noch war es meine Bruſt, an die ſie ihren von Schmerz und Angſt geſchüttelten Körper lehnte noch war nicht Alles verloren.

Ich richtete ihr Antlitz ſanft in, die Höhe und ſagte:

Komm zu Dir, Marion, laß uns ruhig und be⸗ ſonnen ſprechen. Mein Antrag kann Dich nicht über⸗ raſchen, und wenn Du mich liebſt, ſo muß Dir Dein Herz ſagen welche einzige Antwort Du für ihn haben kannſt.

Marion trocknete ſich die Thränen und ſah mich mit einem Blick an, in dem ein Himmel voll Liebe und Güte lag. Sie mußte mich noch lieben. Dann