Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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ſie bis zur Verwirklichung unſerer letzten Wünſche als Tochter in ihrem Hauſe aufzunehmen.

Ich ſchwieg, aber auch Marion ſprach kein Wort. Sie blickte, den Kopf immer noch geſenkt, in ihren Schooß, und ich ſah nur, wie ihre Bruſt in ſtürmiſcher Aufregung wogte.

Sagſt Du mir gar nichts? fragte ich endlich.

O, ich wußte, daß es ſo kommen werde preßte ſie hervor,und doch, warum haſt Du mir das an⸗ gethan?

Marion, Marion, ich verſtehe Dich nicht!

Sie ließ meine Hand los, die ſie noch immer um⸗ ſchloſſen hielt, und ſtand auf.

Sie trat an das Fenſter und blickte durch die Schei⸗ ben auf die Straße, mir den Rücken wendend. Sie hatte mir wohl verbergen wollen, daß ſie weinte; denn als jich ſie umfaßte und ihr Antlitz zu mir wandte, ſtanden ihr die Thränen in den Augen.

Ich wußte nicht, wie mir geſchah; ich faßte ſie wie⸗ der bei der Hand und ſagte:

Haſt Du denn keine Antwort für mich? Oder liebſt Du mich nicht mehr? Nein, nein, Deine Liebe kann nicht verflogen ſein, wie die Blüte vom Strauch. Sag' es, daß Du mich liebſt! Sag' es, daß Du mir