Teil eines Werkes 
1. Band (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

184

Gut, dann laſſen Sie uns gehen.

Frater Heinrich ſchritt durch den Garten voraus, öffnete eine kleine Thür, die ſich in der Mauer befand, und bald hatte beide der Schatten des Waldes aufge⸗ nommen.

Da das Terrain ſich alsbald hob und der ſchmale Pfad nicht geſtattete, neben einander zu gehen, ſo wurde das Geſpräch nur bruchſtückweiſe und unterbrochen ge⸗ führt. Dennoch war es Dora gelungen, von Heinrich das Verſprechen zu erhalten, ſeine Liebesgeſchichte zu erzählen.

Sie ſind wohl ſehr neugierig darauf? hatte Hein⸗ rich gefragt.

Gewiß, antwortete Dora.

Erwarten Sie nicht zu viel, bemerkte jener,Sie

könnten enttäuſcht werden. Immerhin wird es gut ſein, wenn Sie ſich meine Erfahrung zur Warnung ng dienen laſſen wollen.

Zur Warnung lachte Dora,es nicht zu machen

wie Sie, oder zur Warnung vor den Frauen? Beides, entgegnete Heinrich. Endlich war man, immer vom Walde eingeſchloſſen, auf der Höhe des Berges angekommen. Ah rief Dora,hier ſtand einſt eine Burg! Sie meinen das alte, verwitterte und zerfallene