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Abendtrunk von einer zierlichen blonden Dorfſchönen kredenzt zu bekommen und morgen von einer drallen Braunen das grobe Linnen über das erſehnte Lager gebreitet zu ſehen.
Und jetzt! Doctor Anſelmus bekam förmlich Krämpfe, wenn er an das Sauſen und Brauſen, an das Praſ⸗ ſeln und Raſſeln dachte, dem er einen ganzen Tag lang ſein ſenſitives Nervenſyſtem preisgeben ſollte. Er war nahe daran, den ſchon geſchloſſenen Reiſeſack wieder auszupacken, wenn er an den Käſig dachte, in den er hülflos und auf ſeine eigenſte Perſönlichkeit verzich⸗ tend geſperrt werden ſollte, wenn er ſich die Trom⸗ pete des Conducteurs und das Pfeifen der Locomotive vorſtellte, wenn er ſich das Rennen, Stoßen, Drängen, Laufen auf den Stationen vergegenwärtigte und ſich der ſchlanken, blaſſen, ſchwarzgekleideten Kellner erin⸗ nerte, die in den Warteſalons wie ruheloſe Geiſter umherfliegen und nach des Doctor Anſelmus Idee allein von aller Welt das Recht haben, ihre Mitmen⸗ ſchen mitleidlos und ohne Erbarmen auszuplündern ſoweit es ſich dieſe natürlich gefallen laſſen. Was, aber ließ ſich Doctor Anſelmus nicht gefallen, zumal auf der Reiſe und noch dazu im Eiſenbahncoupé! Er, der ungeſcheut in ſeinem Studirzimmer beim matten Schein der Oellampe die Schatten ſtolzer, reckenhafter,


