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längſt dahingegangener Geſchlechter citirte und mit ihnen bis zum Morgengrauen verſtändnißinnige Zwie⸗ ſprach hielt, ſeufzend, wenn er ſie beim Hahnenſchrei wieder in die dunkle Gruft ihrer Väter entlaſſen und ſich daran erinnern mußte, daß er im neunzehnten Jahr⸗ hundert auf der Erde wandle, in der bedauernswerthen Geſellſchaft ebenſo eingebildeter als verkommener, ebenſo blaſirter als entnervter, ebenſo lüſterner als einer wah⸗ ren Leidenſchaft unfähiger Epigonen— er, der Doctor Anſelmus, der glühende Schwärmer für männliche Tu⸗ gend und ritterliche Kraft, er war das mitleidswertheſte Geſchöpf, wenn er gezwungen war, ſich dem alltäglichen rauſchenden und wogenden Verkehr des Lebens anzu⸗ vertrauen, ſei es auch nur auf die kürzeſte Zeit. Er glich dem Kinde, das ſich auf dem Markte von der Hand der Mutter weg verloren hat und nun ſchreiend durch die Straßen irrt; den freundlichen Reden guter Menſchen, die es um den Namen ſeiner Aeltern fragen, vermag es nur mit krampfhaftem, ſtoßweiſem Schluchzen zu antworten, und den bedauernden Blicken der Vor⸗ übergehenden zeigt es nur verweinte Augen und eine unſaubere Naſe.
Und wer endlich vermochte dem Doctor Anſelmus zu ſagen, welche Geſellſchaft ſeiner im Coupé des Wag⸗ gons wartete? Vielleicht ein Engländer— die Söhne


