hatte, war in ihm die Erinnerung an jenen köſtlichen Strich der Erde doppelt wach geworden, und ſeine Phantaſie ſchmückte ihm jene Gegenden mit allen Reizen eines irdiſchen Paradieſes aus. Er erinnerte ſich, wie er am Ausgangspunkte ſeiner Reiſe zu Mainz auf dem Käſtrich geſtanden und von dort auf die geſegneten Gefilde Naſſaus geblickt hatte, er erinnerte ſich, wie er dann auf dem Dampfſchiff nach dem blumenreichen Biberich gefahren war, wie er den Taunus durchſtreift hatte und wie er, von der Eiſenbahn nur allzuraſch durch den ſagenhaften Speſſart entführt, ſich endlich in Würzburg Raſt gönnen durfte, dort und auf der nahen mainumfloſſenen Vogelsburg gründlich nachzu⸗ denken über die ſüßen Geheimniſſe des Frankenweins.
Und doch hatte er ſich nur mit Mühe zur Reiſe entſchloſſen, denn aus dem tiefſten Herzen und vor allen Dingen war ihm die Eiſenbahn verhaßt. Wie anders war ſonſt das Reiſen geweſen, ein wirkliches Wandern vom thaufriſchen Morgen bis zum kühl ſich herniederſenkenden Abend; bald durch wogende Aehren⸗ felder, bald unter hochſtrebenden, breitſchattigen Bäu⸗ men hin, mit der Ausſicht, den heißen Mittag heute neben einer einſam gelegenen Thalmühle, morgen im Schatten einer den Einfall drohenden Burgruine ver⸗ träumen zu können; mit der Gewißheit, heute den


