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lagen, für die zinnengekrönten Burgen mit ihren ſchönen Schloßfrauen, für die verfallenen Thürme und die ver⸗ ſteckten Einſiedeleien, für— mit einem Wort: ich bin um ein paar Jahrhunderte zu ſpät geboren.“
„Sie ſind ein Träumer!“
„Seien Sie aufrichtig, und ſagen Sie: Sie ſind ein Narr. Und nun Gott befohlen!“
„Adieu!“ rief der Maler,„und mögen Ihnen die WMuſen günſtig ſein.“
Doctor Anſelmus trennte ſich von ſeinem Freunde in etwas verdrießlicher Stimmung und zwar deshalb, weil es ihm unangenehm war, an jenes Liebesaben⸗ teuer erinnert zu werden, wenigſtens auf der Straße. Insgeheim ſprach er dann und wann wohl ſelbſt gern davon. Er hatte in jungen Jahren werſtanden, das Leben von ſeiner ſchönern Seite aufzufaſſen, und bald gefunden, daß dabei die Mithülfe liebenswürdiger Frauen nicht zu entbehren ſei. Was man jetzt in ſeinen ältern Tagen launiſch, geziert und unangemeſſen an ihm nannte, beliebte man damals als originell, excen⸗ triſch und als einen Anflug von Genialität zu bewun⸗
dern. Das war namentlich in Wien der Fall geweſen, wo er nach ſeinem Abgange von der Univerſität einen längern Aufenthalt nahm und ſich ſogar mit einer blonden, blauäugigen Dame vom Ballet verlobte. Wie
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