Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
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fen; ſodann nahm ſie einen Wagen und fuhr direct dem Saalthale zu, ganz heimlich Umſchau zu halten.

Was ſie hernach dem Rector geſagt oder geſchrie⸗ ben, muß ſehr ermuthigend geweſen ſein, denn bald darauf hielt er in aller Form um ſie an.

Zu der Zeit hatte die Aelteſte nur noch zwei Schweſtern zu regieren, die dritte hatte den Regierungs⸗ ſecretär Lesnau geheirathet und dem Regierungsrath bereits den erſten Enkel, Hermann, präſentirt.

Der Regierungsrath war in die Siebzig und hatte noch zwei unverſorgte Töchter. Philippine hatte ent⸗ weder ernſtlich keine andere Bekanntſchaft gewollt, oder die ſie zu ſuchen geſchienen mit ihr, hatten es nicht ernſtlich gemeint; und da die Schweſtern über ihr zu⸗

nehmend verſchloſſenes Weſen, heimliche Thränen und ſo weiter klagten und Gemüthskrankheit befürchteten, vom Rector aber die beſten Zeugniſſe einliefen, ſo willigte er in die Verbindung, welche ſo lange ein beunruhigendes Element in der Familie geweſen und von ſeiner Tochter ſo conſequent feſtgehalten worden war.

Dabei bemerkte er jedoch dem künftigen Schwieger⸗ ſohn, daß die Mitgift ſeiner Tochter blos in einer an⸗ ſtändigen Ausſtattung beſtehen werde.

Mitgift! Der Rector ſah das Wort an, als ob