Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
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es nicht gut bekommen wollen, über ſich zu langen; darum ſei vorſichtig! Was ſagt Dein Vater dazu?

Ich werde ihn fragen.

Sie iſt immer ſo für ſich, ſagte der Vater,ich

denke, Du könnteſt Deine Noth bekommen. Der Re⸗ gierungsrath iſt zu rechtſchaffen, um große Reichthümer

zu ſammeln, wie andere ſeinesgleichen, und ob das vornehme Mädchen ſelbſt lernen will, was ſie bisher

nur thun ſah, iſt eine ſehr brennende Frage, die Du

erſt gründlich mit ihr erörtern möchteſt. Bleib' auf alle

Fälle jetzt noch ledig und laß ihr Zeit zur Ueberlegung! Friedrich hatte, durch trübe Erfahrungen eines Freundes beſtimmt, ſich vorgenommen, bei ſeiner Wahl hauptſächlich auf Bildung zu ſehen. Philippine erfüllte

dieſe Hauptbedingung, ihr Stand garantirte dieſelbe,

und er liebte ſie wie hätte er an ihr zweifeln ſollen? Und ſie liebte ihn, hatte treulich an ihm feſt⸗ gehalten Jahre lang wie hätte er nun ſie verlaſſen können? Dennoch fügte er ſich dem, was die Alten geſagt hatten, er wollte ihr Zeit zur Erwägung dieſer von Welt und Familie bizarr genannten Liebe laſſen, ſich ſelbſt erſt orientiren und ihr lieber entſagen, als ſie zu einem Schritte bewegen, den ſie nicht genug kannte und ſo bereuen konnte.