Teil eines Werkes 
1. Band (1870)
Entstehung
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Heroine, eigentlich Philippine und nur von ihm wegen jener Treue ſo genannt, war die Tochter eines großen Hauſes in einer kleinen Reſidenz.

Es war eine hübſche, lebendige Stadt, die Reſidenz, in anmuthiger Gegend. Ein klarer, munterer Fluß

rollte ſeine ſilbernen Wellen murmelnd und eilig vor⸗ über, als wolle er unwirſch den Hemmungen entlaufen, welche ihn in Geſtalt von Mühlen, Färbereien, Gerbe⸗ reien und Fabriken mancher Art aufhielten, parfümir⸗ ten, colorirten und ſeine weichen Wellen trübten.

Helle Chauſſeen mit grünen Alleen liefen wie Strahlen nach allen Himmelsgegenden auf die länd⸗ lichen Vergnügungsorte der Umgegend von der Haupt⸗ ſtadt aus. Deren Bewohner waren ein gar lebens⸗ luſtiges Volk, und an Sonn⸗ und andern ſchönen Ta⸗

gen erſchienen dieſe Strahlen mit Spaziergängern 4 aller Art beſüt. Dem Fremdling aber, der dahin

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kam, gefiel die Stadt und das Leben darin meiſt über alle Maßen, beſonders des guten Bieres und der hüb⸗ ſchen Mädchen halber, welche man da fand und die beide die Stadt berühmt machten.

Und da ſie außer ihrem gewerblichen Aufſchwunge auch ein Gymnaſium und eine Garniſon deſaß, kamen alljährlich freiwillig und unfreiwillig eine hübſche Anzahl junger Männer aller Stände da nſnn

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