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„Der ſie zu würdigen und zu hüten verſteht“, fuhr
betonend Margarethe fort.
Ein leiſes Roth färbte ſeine Wangen.
„Sein Blick wird dann der Blume Sonnenlicht, zu welchem ſie ſich hebt, in dem ſie ſich erſchließt und Lieb und Wonne duftet— nur für ihn.“
Joſeph's Augen ſtrahlten.
„Tante, wie ſchön kannſt Du malen. Weiter, weiter!“
„Nein, nichts weiter davon, weder heute noch mor⸗ gen, auf daß der Ahnung die Erfüllung ſicherer folge.“
„Du meinſt, ſie will herbei geſchwiegen ſein?“
„So meine ich.“
„O dann geſchwind: Gute Nacht, Tante Margarethe.“
„Gute Nacht, Joſeph.“*
Sie ſprachen nicht wieder davon. Margarethe war heimgereiſt, der Herbſt gekommen und gegangen, da brachte ganz unverhofft der Schnee des Winters dem Grafen eine Erinnerung an den unſterblichen Wunſch der Tante.
Detlev's Vater war Diener bei Joſeph's Vater ge⸗ weſen, und ſo hatte ſich ganz von ſelbſt das gleiche
Verhältniß zwiſchen den Söhnen gebildet. Schon als
Knabe ging Detlev für ſeinen jungen Herrn durch
Feuer und Waſſer, und zwar nicht nur bildlich. Einmal, gerade an einem neunundzwanzigſten Fe⸗
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