Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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bruar, fuhr Joſeph Schlittſchuh auf dem Weiher des

Parkes. Detlev war wie gewöhnlich nicht weit davon, als etwas geſchah, was ſchon oft geſchehen iſt und auch ferner noch vorkommen wird: Joſeph brach ein und ſank. Wie der Blitz war Detlev, welcher der Aeltere und Stärkere war, hinter ihm drein, erfaßte glücklich die emporgeworfenen Arme und arbeitete ſich mit dem halbbewußtloſen jungen Grafen bis zum nahen Ufer, wo er denſelben ſo lange über Waſſer hielt, bis auf ſeinen Ruf Hülfe herbeikam.

Joſeph's Mutter konnte nie vergeſſen, daß ohne Detlev's Geiſtesgegenwart und Selbſtverleugnung ihr Einziger wahrſcheinlich verloren geweſen wäre. Außer dem reichen Geſchenk, womit der Graf ihm lohnte, nahm ſie ſich des Knaben noch beſonders an, ließ ihn in Allem, was er wünſchte, unterrichten, und ſo oft der verhängnißvolle Tag wiederkehrte, durfte Detlev ihr einen Wunſch vortragen, welchen ſie ihm gewiſſenhaft erfüllte.

Joſeph, welcher alle ſolche Pietäten ſeiner Mutter als heilige Vermächtniſſe betrachtete, hatte auch dieſes beibehalten, obſchon ihm in ſeinen ſpätern Jahren, als er des Lebens Schmerz erfahren, öfter der Gedanke gekommen war, es ſei ebenſo gut geweſen, wenn Detlev ihn damals nicht gerettet hätte.