Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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verſchaffen, und jetzt gab es eine Gelegenheit, welche ſeinem Stolze nichts vergab; er konnte fragen, ob er den zwei hinterlaſſenen Verwandten nützlich ſein könne.

Vielleicht hätte er der Stimme ſeines Herzens ohne Säumen gehorcht, wenn nicht mit ihm ſelbſt eine große Veränderung vorgegangen geweſen wäre. Er war in das ſehr große Geſchäftshaus der ſehr großen Stadt gekommen. Die glänzende, betäubende, ſchein⸗ reiche Atmoſphäre des ſteinreichen Hauſes hatte den ihm von der Mutter angeerbten Sinn für Glanz und nobles Auftreten mit rapider Schnelligkeit zur Blüte gebracht; der Chef des Hauſes ſtellte ſeinen jungen Leuten ſelbſt den Grundſatz auf: Was gemacht werden kann, muß gemacht werden, und die jungen Leute, Her⸗ mann's tägliche Geſellſchafter, legten Hieſen Satz dahin aus: Vor allem muß man eine reiche Heirath machen, da iſt man auf die chnellſte und bequemſte Weiſe ein gemachter Mann. So fing Hermann mehr und mehr an, vielleicht ihm ſelbſt unbewußt, mit ſeiner Umgebung dem Zeitgeiſt zu huldigen, und ſeine Mutter operirte auf dem neuen Anbau klüglich weiter. Sie ſtachelte ſeinen Stolz auf und verhinderte damit, daß er ſich direct an Johanna oder ihren Vater wandte, und als

holt der Gedanke gekommen, ſich direct Aufſchluß zu

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