Teil eines Werkes 
2. Band (1870)
Entstehung
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erleichtert und gemildert; an ſeines Kindes Glück hatte er ſich aufgerichtet, wenn es ihm faſt zu ſchwer werden wollte, Abſchied von denen zu nehmen, welche mit ſo aufrichtiger Liebe an ihm hingen und ihn um jeden Preis feſtzuhalten ſuchten. Als endlich Alles vorüber war, wußte Manuel erſt genau, wie viel ihm die Zu⸗ friedenheit ſeiner Frau koſtete.

Nach Jahr und Tag ſitzt er wieder in ſeinem Studirſtübchen in der Stadt, die Hände über das Ge⸗ ſicht gedeckt. Als er ſie wegthut, iſt er verfallen wie

ein Sterbender, er hat ein Geſicht, ein Geſpenſt geſehen

Ulrike, wie ſie mit entſetzlicher Conſequenz ſich gleich bleibt, wie ſie die Ausſprüche ſeines Vaters und Vetters:

Sie wird nicht anders! Sie will nicht, glänzend

rechtfertigt. Bei dieſer Erkenntniß bricht Manuel innerlich zu⸗ ſammen, ſie lähmt, zerſchmettert, vernichtet ihn.

Was hatte man hingegeben, was eingetauſcht, woran man nicht gedacht, wie er ihr prophetiſch bemerkt hatte, als ſie die Verſetzung als Preis des Friedens hinſtellte!

Die Gegend war kahl, ohne Reiz, das Waſſer hart, grünlich, bitterlich, die Luft rauher, die meiſten Lebens⸗ bedürfniſſe theurer und ſchlechter, weil nicht aus erſter Hand beziehbar. Auf dem Dorfe hatte man dem Herrn Pfarrer allemal reichlich und gut für ſein Geld und