Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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als ihr Oheim, der Herzog von Alba, ihn in aller Form darum erſuchte. Elvira's Geiſtesgegenwart und Klugheit hatte alſo durch die Vermittelung des gelehrten Steinſchneiders den Liebenden das lange erſehnte Glück geſichert, ohne daß Maria genöthigt war, ihre hochher⸗ zigen, aufopferungsvollen Entſchlüſſe auszuführen.

An dem Tage dieſer glanzvoll gefeierten Vermäh⸗ lung trat Jacopo zu ſeinem Neffen. Er hatte die Fran⸗ ziskanerkutte von ſich geſtreift und das Gewand eines Weltgeiſtlichen angelegt. Das Kloſter mit ſeinem ſtillen Frieden lag hinter ihm. Er begab ſich wieder in die Welt, um Diego mit ſeiner Erfahrung und ſeinen Kennt⸗ niſſen beizuſtehen, wie er dies ſeinem ſterbenden Bru⸗ der verſprochen hatte. Als Hochzeitsgeſchenk aber brachte er ihm jenes verhängnißvolle Halsband, welches er zu⸗ letzt aus Pepita's Händen empfing, und ſeitdem wie eine hochtheure Erinnerung an ihre Treue, die der Tod be⸗ ſiegelte, bewahrt hatte. Indem er es ihm überreichte, ſagte er, daß es nach dem Willen ſeines erſten Gebers in der Familie der Colons erblich ſein, und alſo aus Diego's Händen in diejenigen ſeines erſtgeborenen Sohnes über⸗ gehen ſolle.

Die hochſtrebenden Wünſche der Jugend hatten Arnold von Viana und Jacopo Columbus zu verſchieden⸗ artigen Zielen geführt. Der Ruhm des tapferen, helden⸗