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müthigen Kriegers, die gewichtige Stellung eines Grands von Spanien, eine edle, liebenswerthe, fürſtliche Gemah⸗ lin waren die Errungenſchaften des Erſteren. Jacopo hatte auf der zweiten, großen Heerſtraße, die ſich da⸗ mals den Europäern öffnete, auf dem Weltmeer, ſein Glück verfolgt, hatte es nicht ſich unterthan gemacht— und endlich mit geſcheiterten Lebenshoffnungen eine be⸗ ſcheidene Stellung in dem rettenden Arme der Kirche er⸗ langt. Ausgeſöhnt mit dieſer neuen Beſtimmung finden wir ihn wieder, und in der Geſchichte Chriſtof Colum⸗ bus' wird ſeiner als des Abbes Don Diego Jacopo Co⸗ lon auch nach dem Tode des Erſteren wiederholt mit Auszeichnung erwähnt.
Der Admiral Don Diego Colon ſchiffte ſich darauf von Sevilla aus nach Weſtindien ein. Seine Gemahlin, ſein Bruder, ſeine beiden Oheime und ein zahlreiches Gefolge begleiteten ihn. Da Bartolomäus und Jacopo eine genaue Ueberſicht der Verhältniſſe der Colonie be⸗ ſaßen, ſo konnten ſie ihn ſehr weſentlich in dem ſchwie⸗ rigen Geſchäft ihrer Verwaltung unterſtützen; auch der Muth und die Entſchloſſenheit des Erſteren leiſteten ihm bedeutende Dienſte, und erleichterten ſeine mühevolle Stellung. Diego beſaß dabei die beſten Abſichten, und ſeine Beſcheidenheit war vielleicht mehr geeignet, ihm Freunde zu erwerben, als das oft hervortretende, ge⸗


