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fängniß und gelangte ungefährdet nach Oran, wo er noch lebt und Euren Namen preiſt.“
„Es iſt mir lieb, wenn es ihm wohlgeht; Gott möge ſeine Seele erleuchten,“ ſagte Aimenes.„Was führt Dich heute zu mir?“
„Es iſt abermals eine große Gnade, die ich von Euch erbitten möchte,“ antwortete der Steinſchneider.
„Du haſt ſie bei mir zu fordern,“ erwiederte der Cardinal,„vorausgeſetzt, daß ſie Dich ſelbſt angeht. Ich habe mein langjähriges Verſprechen nicht vergeſſen, und werde es einlöſen, dafern dies nicht wider Gottes Ge⸗ bot iſt.“
„Ich rede abermals für einen Andern,“ ſprach der Steinſchneider.„Doch iſt es nicht bloß Eure Großmuth, ſondern Eure Gerechtigkeit, die ich heute anrufe.“
„Sie iſt bereit für Jeden, der auf dem geſegneten Boden Caſtiliens wandelt,“ erwiederte der Cardinal „Sprich deutlicher.“
„Der König,“ ſprach Jayme Ferrer weiter,„iſt ſeit dem Tode Philipp des Schönen Regent von Ca⸗ ſtilien. Ihr ſeid in dieſem Lande ſeine rechte Hand, ſo allmächtig wie Fernando ſelbſt. So fordere ich denn von Eurer Gerechtigkeit, daß Ihr das Geſuch Colons, in die Würden ſeines Vaters eingeſetzt zu werden, unterſtützt und ihm zur endlichen Erhörung verhelft.“


