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mitgetheilt worden; es beſtätigt alle meine Rechte und erklärt, daß die Krone Caſtilien geſetztlich verpflichtet ſei, allen meine Anſprüchen auf die Aemter und Würden mei⸗ nes Vaters genug zu thun.“
„Ehre den Richtern Caſtiliens,“ rief Elvira leb⸗ haft,„welche die Rechtspflege ſo unabhängig verwalten, daß ſie dem allgebietenden Herrſcher gegen den unter⸗ drückten Unterthan ſein Unrecht vorhalten!“
„Dies Bollwerk der bürgerlichen Freiheit wird mit Feſtigkeit in Caſtilien aufrecht erhalten,“ ſagte Diego. „Es kann jetzt möglich werden, daß ich endlich mein Ziel erreiche.“
Maria von Toledo war aufgeſtanden. Eine tiefe, innere Bewegung ſprach aus ihren ſchönen Zügen, aus ihren glühenden, ſchwarzen Auge, als ſie ſagte:
„Und wenn es nicht wäre, wenn Ihr nur der Ritter Don Diego Colon bleibt, wenn auch alle die reichen Einkünfte nicht Euer Eigenthum werden, auf die Ihr ſo gerechte Anſprüche habt— warum ſoll ich hinter dieſen Männern zurückbleiben, die ſo furchtlos und frei ihre Meinung abgeben?— Ich bin mündig, die wirkliche Herrin meines Vermögens— ich theile es mit Dir— ich reiche Dir meine Hand, Diego— ich löſe mein Verſpre⸗ chen, daß ich Dir ſchon vor Jahren gab!“


