Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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Beatrir hatte Jahre des Kampfes verlebt;wieder und wieder hatte ſich ihr vielbewegtes Herz zu den Füßen der Gottesmutter gedemüthigt, und zuweilen war es ihr, als wenn es ſtill werden wollte. Doch ſcheuchte es dann wieder der Anblick Arnold's aus ſeiner ſcheinbaren Ruhe auf, welcher hin und wieder in dieſer oder jener Veran⸗ laſſung nach Cordova kam und ſie alsdann harmlos wie ein bewährter Freund ihrer Familie beſuchte, um ihr von dieſer oder von andern Dingen Kunde zu bringen. Sie wußte, daß er in dieſer letzten Zeit nicht dem Hofe ge⸗ folgt war, und hatte ſich daher mit dem Bewußtſein be⸗ gnügt, daß ihr Gatte ſicher und gefahrlos in Spanien lebe, ohne den Wunſch zu fühlen noch zu äußern, ſich ihm anzuſchließen. Auch verlangte dieſer, daß man ihr den üblen Zuſtand ſeiner Geſundheit verſchweige, da er lange Beſſerung hoffte und ihr die Beunruhigung erſparen wollte. Als endlich Fernando ihr die traurige Gewiß⸗ heit nicht länger vorenthalten zu dürfen glaubte, er⸗ ſchrack ſie heftig. Die Erinnerung an die Tage ihrer er⸗ ſten Jugendliebe erwachte lebhaft in ihr, geſchärft durch die Mahnung des Gewiſſens. Hatte ſie durch ein ganz vorwurfsfreies Leben die Uebereilung ihrer Jugend wie⸗ der gut gemacht, und würde ſie nicht den zürnenden Schatten ihres Vaters am beſten verſöhnt haben, wenn ſie an der Seite des einmal erwählten Lebensgefährten