Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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den Hinfälligkeit des Admirals ſeine Zurückgezogenheit verlaſſen und war ſchon vor mehreren Tagen von La Rabida eingetroffen. Er trug gleichfalls eine Franziska⸗ nerkutte; einige Mönche dieſes Ordens ſtanden mit den Sterbeſacramenten in der Nähe, mehrere Diener im Hintergrunde.

Jacopo hielt das Bild des Gekreuzigten in der Hand. Sein Antlitz war von einer ſanften Trauer um ſeinen ſcheidenden Bruder beſchattet, ſein Herz ergeben, ſein Sinn ruhig. Er hatte mit der angſtvollen Haſt eines Untergehenden nach dem rechten Heilmittel ge⸗ griffen. Seine Leidenſchaften und ſein Gram waren be⸗ fänftigt; er hatte aus der wahren, innern Einkehr ſein beſſeres Selbſt gerettet und jenen Frieden gefunden, den uns die Welt nicht gibt. Mit gefaßter, gottvertrauender Seele ſah er der Zukunft entgegen, indem er ohne Bitter⸗ keit der Vergangenheit gedachte, und die Gegenwart mit ſanftmüthiger Reſignation, mit gläubigem Vertrauen er⸗ trug.

Das Geräuſch eilig nahender Pferde wurde durch das Fenſter vernehmlich. Fernando Columbus warf einen Blick durch dieſes und verließ eilig das Gemach. Einige Minuten ſpäter trat er mit einem Herrn und einer Dame herein. Es war ſeine Mutter, welche ihr Bruder Don Pedro an das Sterbebett ihres Gatten begleitete.