Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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werde alſo hinfort mein Leben dort oder in Granada ver⸗ bringen und meines kommenden Alters in Ruhe pflegen.“

„Ihr werdet alsdann unſerer großen, entſchlafenen Königin nahe ſein,“ ſprach Columbus bewegt.

„Ihre Gebeine ruhen in der Alhambra,“ verſetzte Gonſalvo.„Kein Menſch im ganzen Reiche wird ſie mehr betrauert haben als Ihr und ich, edler Admiral.“

Dieſer beugte ſein Haupt und ſprach halblaut:

„Gott belohne ſie im Zenſeits für ihre Tugen⸗ den!— Sie war für Euch und mich die treueſte Freun⸗ din und edelmüthigſte Beſchützerin, zu der uns Gott füh⸗ ren konnte.“

„Der gute Genins Spaniens iſt mit ihr entſchla⸗ fen!“ entgegnete der große Feldherr, eben ſo gedämpft, jedoch gleichfalls im tiefen Schmerze. Die Unterredung mußte ihr Ende haben, denn Columbus wurde nun in das Andienzgemach gerufen. Wie immer früher, ſo waren es auch heute meiſtens nur artige Worte, welche Ferdi⸗ nand für ihn in Bereitſchaft hatte. Von einer Erfüllung ſeiner ſo oft vorgebrachten Wünſche war nicht die Rede. Wie Gonſalvo, ſo mußte auch er ſich wieder mit ver⸗ wundeter Seele zurückziehen. Dieſe wiederholten Krän⸗ kungen und die Schwäche, welche die erlebten harten Strapazen in ſeinem Körper zurückgelaſſen hatten, war⸗ fen Columbus bald wieder auf das Krankenbett. Die