Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

51

Er ermahnte mich, dieſe von Gott ſelbſt ſo ſichtlich gebo⸗ tene Gelegenheit zu ergreifen und in einer andern Ge⸗ ſtalt nach Spanien zurückzukehren, in die Fußtapfen zu treten, die er dort verlaſſen habe. Der verfolgte Hebräer durfte nur unter dieſem Gewande in ſeinem Vaterlande weilen. Ich war der einzige Europäer, der nicht dem mörderiſchen Anfalle des heidniſchen Geſindels unterlag. So beſtattete ich denn mit aufrichtigen Thränen meinen theuren Freund im Sande der Wüſte, nahm den Theil ſeiner Habe zu mir, den die Beduinen zurückgelaſſen hat⸗ ten, und trennte mich bald von den wenigen übriggeblie⸗ benen Begleitern. Ihr wißt, daß mir viele der gehei⸗ men Kräfte der Natur und ihrer Erzeugniſſe bekannt ſind; mit ihrer Hilfe konnte ich mein Aeußeres demjeni⸗ gen meines hingeſchiedenen Freundes ſo ähnlich machen, daß kein Menſch die Täuſchung bemerkte. Glücklicherweiſe hatten die Beduinen alle Schriften zurückgelaſſen, in wel⸗ chen Ferrer die Ergebniſſe dieſer ſeiner letzten Reiſe ver⸗ zeichnete, ſo wie auch den Geleitbrief, den ihm die Köni⸗ gin von Caſtilien für dieſe durch alle Länder und Meere ausgeſtellt hatte, die er dabei berühren würde. Da ich Monate lang mit ihm zuſammenlebte, ſo ergänzten ſeine damaligen mündlichen Mittheilungen, was mir noch hätte fehlen können. Ich vermochte es, als Jayme Ferrer nach

ordova, in dieſe Räume zurückzukehren, in denen ich