Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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ſo oft lange an ſeiner Seite geweilt hatte und deren ge⸗ ringſte Einzelheiten mir bekannt waren. Mein erſtes Geſchäft in ihnen war wieder, alle hier befindlichen Bü⸗ cher und Schriften des Dahingeſchiedenen durchzuſehen und mich auf dieſe Weiſe auch mit allen ſeinen hieſigen Verhältniſſen ſo genau bekannt zu machen, als ſei ſein Lebenslauf wirklich der meinige geweſen. Daß Ihr ſelbſt mich nicht erkannt habt, iſt der größte Beweis, wie voll⸗ ſtändig dieſe Veränderung war, die ich mit meinem Aeu⸗ ßern vorgenommen hatte.“

Elvira hatte ihm mit athemloſer Spannung zugehört. Als er nun ſchwieg, verſetzte ſie ſchnell:

„Jetzt kann ich begreifen, warum Du ungern den Cardinal an Aron Avila erinnerteſt. Das Wagniß iſt groß. Steht Dir Reduan ſo nahe, daß Du ſeinetwegen Deine eigene Sicherheit auf's Spiel ſetzeſt? Verdient ſeine blutbefleckte, gottvergeſſene Vergangenheit eine ſolche Aufopferung von Deiner Seite?“

„Er betet zu dem unbekannten Gotte, den Du und ich gleich ihm verehren,“ ſprach Jahme feierlich.„Sei dies in einer Moſchee, in einem Tempel oder in einer Kirche, bedecke er ſein Haupt mit einem Turban oder mit dem Helm eines chriſtlichen Ritters— es wird dem Welt⸗ geiſt gleich ſein; denn dieſer ſieht nicht die irdiſche Hülle,