Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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ſitzen. Er zeigte bei ihrem Anblicke weniger Ueber⸗

raſchung, als ſie erwartet hatte, und lud ſie ein, ſich auf einem der in der Nähe befindlichen Polſterſitze nieder⸗ zulaſſen.

„Ich habe,“ ſprach ſie,„ſo eben in Eurer Bude eine Armſpange mit Rubinen eingehandelt. Doch wün⸗ ſche ich noch über eine andere Angelegenheit mit Euch zu reden, Meiſter, und habe Euch daher aufgeſucht, wo ich Euch ohne Zeugen treffen kann.“

Sie enthüllte ihr Antlitz. Er verbeugte ſich und ſagte:

„Ich erkannte Euch ſchon an der Stimme, Sen⸗ nora. Eure Geſtalt und der Adel Eurer Bewegungen haben mir ſogleich Donna Elvira von Viana verrathen.“

„Ich muß Euch doppelt dankbar für dies genaue Andenken ſein,“ entgegnete ſie,„da ich Euch nur einige Male in der Gegenwart der Königin geſehen habe.“

Er antwortete nur durch eine beiſtimmende Bewe⸗ gung. Sie hob nach kurzer Pauſe an:

„Ihr waret heute Morgen bei der Königin, um über einen Maurenhäuptling zu ſprechen, den man in Malaga eingekerkert hatte. Ihr nanntet ihn Reduan Benegas.“

„Er war früher in Malaga und ſpäter unter Kö⸗ nig Boabdil in Granada ein Mann von großer Bedeu⸗

tung,“ entgegnete Ferrer.