Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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hielt endlich vor dem Gitterthor des unſcheinbaren, wenn auch weitläufigen Hauſes, welches Jahme Ferrer bewohn⸗ te, an. Donna Elvira trat aus der Sänfte über den rei⸗ zenden, mit Marmor und bunten Fayenceplatten aus⸗ gelegten Hof, den eine Arkade von korinthiſchen Säulen umgab. Wenn auch das Aeußere der Wohnung nicht in die Augen fiel, ſo war dagegen das Innere ganz ſo anmuthig und freundlich, wie man es bei den Wohl⸗ habenden dieſer reichen Stadt zu finden gewohnt war. Auch hier ein murmelnder Springbrunnen im zierlich ausgelegten Becken, auch hier blühende Lauben und ſchattige Bänke. Die eine Seite der Arkaden enthielt das reiche Waarenlager des Steinſchneiders, köſtliche Juwe⸗ len und ſonſtiges Geſtein. Es hatte durchaus nichts Auf⸗ fallendes, daß eine der erſten Edeldamen der Königin hier erſchien, da es nur zu häufig vorkam, daß vor⸗ nehme und reiche Frauen ſich ſelbſt hier zeigten, um ent⸗ weder neue Gegenſtände des Schmuckes einzukaufen, oder ſchon beſeſſene umzutauſchen, oder anderweitige Verän⸗ derungen mit ihnen vornehmen zu laſſen.

Donna Elvira trat verſchleiert in die Bude. Die anweſenden Geſellen erwiederten ihr auf ihre haſtige Frage, daß der Meiſter in einem der inneren Gemächer beſchäftigt ſei. Sie eilte dahin, ehe er noch gerufen wer⸗ den konnte, und fand ihn ſchreibend an einem Tiſche

1861. VII. Columbus und ſeine Zeit. IW. 3