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mancher Widerſetzlichkeit gegen die königlichen Befehle aufreizen. Man wird ſein Eigenthum einziehen und ihn zehn Jahre in ſtrenger Haft halten. Das Urtheil iſt be⸗ reits gefällt und mir zur Beſtätigung zugeſandt.“
„O, halte ſie zurück, hochwürdiger Cardinal!“ rief der Steinſchneider flehend.„Zehn Jahre lang des Lichtes und der Freiheit beraubt in einem dumpfen Kerker ver⸗ bringen zu müſſen, iſt ſchlimmer für ihn als der Tod, da er ſtets ein bewegtes Leben führte und ihm die friſche Luft ſo nothwendig iſt, wie der Athem ſelbſt!“
„Ich kann ihn nicht begnadigen,“ ſprach der Car⸗ dinal.„Es würde ein Beiſpiel ſein, aus welchem man⸗ ches Unheil hervorgehen könnte, da andere Schuldige auf eine gleiche Strafloſigkeit rechnen würden.“
„Willſt Du mir Freiheit der Rede geſtatten, großer Kirchenfürſt?“ fragte Ferrer beſcheiden.
„Sprich ungehindert,“ war die Antwort.
„Willſt Du der längſt entſchwundenen Tage geden⸗ ken,“ fuhr der Steinſchneider fort,„als Du im Kloſter unſerer lieben Frau zu Caſtannar Deinen Aufenthalt ge⸗ nommen hatteſt?“
„Ich hatte mich dorthin geflüchtet,“ antwortete Fi⸗ menes,„um endlich dem Strudel menſchlicher Leidenſchaf⸗ ten zu entgehen, der mich überall hin verfolgte, da ſich die Frommen in Schaaren zu dem Beichtſtuhl drängten,


