Teil eines Werkes 
4. Band (1861)
Entstehung
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beiſchaffung der alten Handſchriften des Textes, einen unglaublichen Aufwand an Geld, Zeit und Mühe. Doch war Kimenes' Seele, die ſo viele großartige Ideen hegte und ſo viele außerordentliche Entwürfe ausführte, von dem Gifte jener Zeit, der Unduldſamkeit, befleckt. Iſabella und Ferdinand wollten den bei der Uebergabe von Gra⸗ nada eingegangenen Bedingungen treu bleiben. Trotz deſſen hatte Fimenes mit Güte und Strenge, durch Ueberredungen, Geſchenke und Zwangsmaßregeln die Be⸗ kehrung gegen die ſpaniſchen Mauren durchgeſetzt, alle ihre Moſcheen in chriſtliche Kirchen verwandelt und end⸗ lich als ihre Empörung von den chriſtlichen Rittern mit Feuer und Schwert in den Bergen zu Boden gewor⸗ fen war die letzten, harten Regierungsmaßregeln ge⸗ gen ſie veranlaßt. Ahra la Horra's düſtere Prophezeiun⸗ gen waren nur zu bald in Erfüllung gegangen. Er be⸗ gnügte ſich indeſſen nicht, die Mauren in Europa zu verfolgen, ſondern unternahm es ſpäter ſogar, ihnen in Afrika entgegen zu treten. In der Schlacht bei Oran führte er ſelbſt die Spanier in erzbiſchöflicher Kleidung an, über welcher er einen Harniſch trug. Seine jetzt erreichte hohe geiſtliche Würde hatte ihn nie bewogen, von der ſtrengen Regel der Franziskaner abzugehen, welchem Orden er früher angehörte. Er trug das härene Hemd und den Strick unter dem Purpur des Cardinals; unter