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Dürftigkeit einer Franziskanerklauſe erinnerte. Wohl war Jayme Ferrer's Wunſch begründet geweſen, ſich in der Angelegenheit ſeines Schützlings an die Königin ſelbſt zu wenden, da von ihrer Güte und von der Rückſicht, die ſie dem lange von ihr gekannten Steinſchneider angevei⸗ hen ließ, weit eher ein günſtiger Erfolg zu erwarten war, als von der eiſernen Strenge, welche die Anſichten und Handlungen des Cardinals Fimenes zu leiten pflegte. Dieſer große Staatsmann hatte während der we⸗ nigen Jahre, die er am Ruder war, eine Menge Miß⸗ bräuche abgeſchafft, und hielt ſo ſehr wie die Königin dar⸗ auf, daß alle öffentlichen Aemter mit redlichen und tüch⸗ tigen Männern beſetzt würden. Trotz aller erhobenen Widerſprüche hatte er eine nothwendige Reform der Bet⸗ telorden durchgeführt, den ihm untergebenen Geiſtlichen weiſe Vorſchriften gegeben und eine Univerſität gegrün⸗ det. In dieſer Univerſität Alcala veranſtaltete er ſpäter die Herausgabe eines Werkes, welches allein ſeinen Na⸗ men unſterblich gemacht haben würde. Es war die Bibel in ſechs prächtig gedruckten Foliobänden, in den verſchie⸗ denen Sprachen, in welchen die heiligen Schriften ur⸗ ſprünglich verfaßt wurden, woran ſich ein hebräiſches und chaldäiſches Wörterbuch knüpfte. Sie iſt„Polyglotte“ oder„complutenſiſche Bibel“ genannt worden, und es er⸗ forderte die Vollendung dieſes Werkes, beſonders die Her⸗


