„Hier ſeht Ihr Euer Geſchenk,“ ſprach ſie leiſe.
„Der Preis, den ich von den fünfen errang, die an jenem Tage ausgeſetzt waren,“ ſagte Diego.„Ich legte ihn Euch zu Füßen.“
Das junge Mädchen nickte und ſagte:
„Ihr ſeht, daß ich ihn werth halte.“
Sie erhob wieder den Blick, welcher dem ſeinigen begegnete. Dann fiel er auf das goldene Herz in ſeinen Händen. Die Bedeutung dieſer ſtummen Sprache wurde nur zu gut von ihr verſtanden. Sie erröthete ſtärker.
„Maria,“ flüſterte er inniger,„Eure Gegengabe, dies kalte, glänzende Herz, ruht auf dem meinigen, wel⸗ ches hoch und feurig ſchlägt— für Euch. Es ſoll dieſen Platz nie verlaſſen. Euer Name ſteht darauf. Laßt mich hoffen, daß einſt ein Tag kommen wird, an dem ich den meinigen in ſchöner Bedeutung daneben ſetzen darf.“
Sie antwortete nicht.
„Werdet Ihr mir alsdann entgegen ſein?“ fragte er.
Sie ſchwieg wieder.
„Oder haßt Ihr mich vielleicht?“
Sie ſchüttelte leicht den Kopf.
„So liebt Ihr mich?“
Sie blieb ſtumm wie zuvor.
„Oder könnt Ihr mich dereinſt lieben?“
Keine Antwort wurde ihm.
„Maria,“ fuhr er dringender fort, indem er ihr
*


