Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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Wohlthäter umgehen, doch vergaßen weder er noch ſeine Gattin jemals die Dankbarkeit, welche ſie ihm von jenen bewegten Tagen vor Granada her ſchuldeten.

Don Gonſalvo, nach wie vor das Vorbild fürſtlich ritterlicher Anmuth, beugte ein Knie vor Elvira und führte ihre Hand mit ſo achtungsvoller Zartheit an ſeine Lippen, daß man hätte denken können, dieſe Gunſtbezei⸗ gung ſei der ſchönſte Lohn, den er für alle ſeine Helden⸗ thaten beanſpruche. Die übrigen Anweſenden begrüßte er mit vertraulicher Freundlichkeit, wobei er jedoch jene ge⸗ haltene Würde nicht ganz verläugnete, welche dem ſpani⸗ ſchen Character ſo eigenthümlich iſt. Elvira nahm jetzt wieder das Wort:

Cordova iſt jedesmal glücklich, wenn es ſeinen be⸗ rühmteſten Namensgenoſſen innerhalb ſeiner Mauern er⸗ blickt.

Ich bin noch mehr erfreut, wenn ich dieſe Provinz wiederbetreten darf, ſprach Gonſalvo, welcher ſich ihr gegenüber auf einem Tabouret niedergelaſſen hatte.Man hat mich hier ſtets mit der größten Zuvorkommenheit behandelt.

Italien ſpricht jetzt ſo viel von Euch, Don Gon⸗ ſalvo, wie Caſtilien und Cordova, warf Arnold ein. Der König ſagte noch geſtern, daß die calabreſiſchen Feldzüge ſeiner Regierung noch mehr Ruhm und Vor⸗