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zuzueignen. Der König Karl der Achte von Frankreich erhob Anſprüche auf das Königreich Neapel, die ſo wenig begründet waren, daß ſie die unwillige Verwunderung der Zeitgenoſſen erregten. Trotz deſſen überſtiegen die Fran⸗ zoſen nach großen Rüſtungen die Alpen und erreichten im Sturmſchritt Rom, beſetzten deſſen Seehafen Oſtia und ließen dort eine franzöſiſche Beſatzung zurück. Dann rückten ſie in Neapel ein, deſſen König nach Sizilien entflohen war. Ferdinand von Arragonien hatte ſich mit dem deutſchen Kaiſer verbündet, um dieſen franzöſiſchen Anmaßungen entgegen zu treten, und eine Flotte aus⸗ gerüſtet, auf welcher Gonſalvo mit einer bedeutenden Kriegsmacht auf Sizilien landete. Dieſer eroberte als ſpaniſcher Oberbefehlshaber in Italien bald Calabrien, vertrieb die Franzoſen aus Neapel und dann auch aus Oſtia, wohin er auf den Ruf des Papſtes Alexander des Sechsten zu deſſen Beiſtand eilte. Seit Kurzem von die⸗ ſem Felde glorreicher Thaten nach Spanien zurückgekehrt, hielt er ſich wieder in der Nähe der Herrſcher auf. Seine freundlichen Beziehungen zu der Nichte des Kö⸗ nigs, der Donna Elvira, hatten ſich nicht nur unverän⸗ dert erhalten, ſondern ſich auch auf deren Gatten erſtreckt, dem er ſo wreſentlich zur Erreichung ſeiner höchſten Wünſche, zur endlichen Gewinnung ſeiner hochſtehenden Geliebten verhalf. Dieſer durfte jetzt faſt auf dem Fuße der Gleichheit mit ſeinem früheren Vorgeſetzten und


