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Gleich der zweiten Vertrauten der Königin, der Marquiſe von Moha, hatte ſie lange ſchon für Chriſtof Columbus und ſeine weltentdeckenden Pläne die lebendig⸗ ſte Theilnahme gehegt. Ihr Geiſt war vorgeſchritten ge⸗ nug, um den unvergleichlichen Genius zu würdigen, der in ihm lebte. Nach wie vor war ſie ſeine beredte Für⸗ ſprecherin bei der Königin und nahm gleich dieſer mit der größten Wißbegierde die Mittheilungen auf, welche er ſchriftlich und mündlich über die Einzelheiten ſeiner Ent⸗ deckungen gab. Scherzend kamen Beide überein, daß, wenn es ihnen auch nicht vergönnt ſei, jene wunderreiche, neue Welt zu ſchauen, ſie ſich wenigſtens von fern ſo genau damit bekannt machen wollten, wie dies irgend möglich ſei. Auch Arnold bewahrte dem großen Genueſen die achtungsvolle Zuneigung, welche er ihm ſchon bei allen Wechſelfällen gezeigt hatte, die ihn im Lager von Santa Fe betrafen. Hierzu kam, daß er nur zu wohl aus eige⸗ ner Erfahrung wußte, wie ſchwierig die Stellung eines namenloſen Ausländers unter den ſtolzen ſpaniſchen Edel⸗ leuten werden könnte, wenn dieſer von der königlichen Gunſt hoch empor getragen würde. Er ſelbſt begnügte ſich mit einer beſcheidenen Zurückhaltung und machte im Kreiſe der Großen nicht mehr Anſprüche, als ſie die ihm verliehenen Beſitzungen, ein tapferer Arm und ein uner⸗ ſchrockener Geiſt rechtfertigten. Wie viel mehr aber mußte Columbus mit Neid und Verläumdung zu kämpfen haben,


