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Nähe zu halten, ſo weit dies irgend möglich war. In dieſer Abſicht hatte er Arnold gleich nach ſeiner Vermäh⸗ lung zu einem der Großoffiziere des königlichen Hauſes ernannt. Auch die Königin gab ihrer Nichte zu erkennen, daß ſie ſie nach wie vor unter ihren erſten Edeldamen in der Nähe ihres Thrones zu ſehen wünſche, und daß ihr ſo gut wie der Marquiſe von Moha ſtets eine Wohnung in dem Palaſte aufbehalten ſei, in dem ſie ſelbſt ſich zeit⸗ weilig befinde. Dieſer Wunſch ihrer königlichen Beſchü⸗ tzerin und Verwandten mußte für Elvira Befehl ſein. Außerdem veranlaßte ſie die innige Anhänglichkeit, welche ſie für Iſabella hegte, dieſem ohne jedes Widerſtreben nachzukommen. Es ergab ſich aus dieſen Verhältniſſen, daß Don Arnold von Viana— wie er ſeit ſeiner Ver⸗ mählung genannt wurde— und ſeine Gemahlin nur ſelten ihre Beſitzungen in Arragonien, ſo wie auch die ſpäter er⸗ langten in Granada beſuchen konnten, und meiſtens an den Orten anweſend waren, wo ſich der Hof befand. Beſonders ſeit die Königin ihre beiden Töchter, die Infantinnen Juana und Iſabella, nach den Niederlanden und nach Portugal verheirathet und darauf den Tod der Letzteren, ſo wie denjenigen ihres Thronerben erlebt hatte, hielt es Elvira für ihre Pflicht, ſich noch weniger als ſonſt von ihr zu entfernen, um niemals zu fehlen, wenn ihre Gegenwart von der gebeugten Königin gewünſcht werden könnte. 1861. VI. Columbus und ſeine Zeit. III. 14


