Teil eines Werkes 
3. Band (1861)
Entstehung
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übertraf. Sie dankte ihm ihre Rettung aus drohenden Gefahren und wußte, daß nie ein treuerer und tüchtigerer Arm als derjenige ihres Gatten ſich für ſie erheben würde. Es fand alſo Einer ſeine beſte Stütze in dem Andern, und vielleicht trafen gerade dadurch in dieſer Ehe ſo manche Bedingungen des Glücks zuſammen, die unter andern Verhältniſſen gefehlt haben würden. Da jedoch der ungetrübte Genuß dieſer ſchimmernden Gabe aus der Höhe keinem Staubgebornen beſtimmt iſt, ſo blieben auch für dieſes nach ſo bitteren Hinderniſſen vereinigte Paar die Wermuthtropfen im Lebensbecher nicht aus. Elvira hatte ihrem Gatten zwei Töchter geboren, welche früh dahin ſtarben; ſie ſuchte einen Erſatz für den verödeten Platz in ihrem Hauſe, wie in ihrem Herzen, indem ſie bei einer elternloſen Verwandten, der kleinen Maria von Toledo, Mutterſtelle vertrat, und auf dies Kind alle jene Liebe häufte, welche ſie früher ihren eigenen Töchtern geweiht hatte. Arnold war innig erfreut, daß ſeine Gattin einen tröſtenden Erſatz für die vielbetrauerten Entſchlafenen gefunden hatte, und widmete gleichfalls dieſem Mädchen die ganze wohlwollende Zuneigung, an welcher ſein feu⸗ riges, liebevolles Herz ſo reich war.

Ferdinand von Arragonien war ſeiner früheren Po⸗ litik treu geblieben, welche es ihn ſtets für gerathen halten ließ, ſeine Nichte in ſeiner unmittelbaren Aufſicht und