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alten Stadt der Khalifen. Alle beabſichtigten glänzenden Feſte unterblieben und die ſonſt ſo geräuſchvolle Hofhal⸗ tung der eaſtiliſchen Königin war ſo ſtill, als herrſche die ſtrenge Regel eines Kloſters darin. Die gebeugte Mutter zeugte ſich nicht mehr, als es durchaus nothwendig war; bei der Beſorgung der dringenſten Staatsgeſchäfte ſuchte ſie ihre alte Geiſtesſtärke zu bewahren, ſonſt aber fand ſie nur in religiöſen Uebungen oder in Werken der Wohlthätigkeit Zerſtreuung.
Mehr als ſechs Jahre waren nun ſeit der Eroberung von Granada verſtrichen, und wir kehren wieder zu eini⸗ gen der Perſonen zurück, welche in jenen bewegten Tagen der Bekämpfung der Mauren eine hervorragende Stelle einnahmen. Elvira von Viana und Arnold Waller hatten das Glück an ihren häuslichen Herd gefeſſelt, welches ſie mit allem Feuer der erſten Jugend von ihrem ge⸗ genſeitigen Beſitze gehofft hatten. Auf die erſten Jahre der glühenden Leidenſchaft waren die ruhigeren Tage jener zärtlichen, dauernden Liebe gefolgt, welche nicht nur die Vorzüge des geliebten Gegenſtandes bewundert, ſondern auch ſeine Schwächen— denn welcher Staubgeborne wäre ohne dieſe?— mit verzeihender Sanftmuth erträgt. Arnold war durch die heroiſche Liebe Elvira's mit einer Fülle von irdiſchen Glücksgütern begabt worden, die faſt die gaukelnden Hoffnungsbilder ſeiner kühnſten Träume


