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Der triumphirende Hof füllte den Raum und kniete nieder mit dem Könige und der Königin. Kreuze und Biſchofsſtäbe, religiöſe und weltliche Standarten miſchten ſich mit den ſtolzen Wappenzeichen der ſpaniſchen Heerfüh⸗ rer. Geſchorene Mönche und Biſchofsmützen bewegten ſich zwiſchen den ſtahlgepanzerten Rittern und ſeidengeſchmück⸗ ten Hofleuten, und es erklangen die Jubeltöne des chriſtli⸗ chen Triumphes, das Hallelujah der Bekenner des Kreu⸗ zes durch die mauriſchen Hallen.
Als der Beſcheidenſte in dieſer glänzenden, ſieges⸗ trunkenen Verſammlung ſtand in dem entfernteſten Winkel Chriſtof Columbus, welcher in der letzten Schlacht zwar tapfer gekämpft hatte, jedoch unverwundet geblieben war. An den endlichen Sieg der Herrſcher von Arragonien und Caſtilien knüpfte er die Hoffnung des ſeinigen über die Hinderniſſe der Zeitumſtände, über die Beſchränktheit der Menſchen und über die unermeſſene Weite des Waſſer⸗ weges, den er durchſchiffen wollte.*)
Als die kirchliche Feier beendet war, begab man ſich in den Audienzſaal, und die chriſtlichen Herrſcher nahmen unter dem Baldachin Platz, unter welchem ſonſt Boabdil geſeſſen hatte. Eine Weile noch richteten ſie huldvolle
*) Siehe über alle dieſe Vorfälle, die genau nach den hiſt⸗ riſchen Ueberlieferungen wiedergegeben ſind: Prescott: Ferdinand und Iſabella.— Washington Irwing: Die Alhambra.


