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haftig wurden, indem ſie ein Danklied für ihre Erlö⸗ ſung ſangen. Reiche Almoſen wurden dieſen Märtyrern von den ſpaniſchen Herren, von der Güte Iſabellens und am meiſten von Elvira von Viana geſpendet; denn wer hatte die Pein der Gefangenſchaft tiefer empfunden als ſie, und wer freute ſich mehr der Wonne der Frei⸗ heit, wenn auch in dieſer nicht alle ihre Wünſche erfüllt waren!
Endlich betraten die chriſtlichen Herrſcher die Stadt und zogen in die Alhambra ein, durch das feſtlich ge⸗ ſchmückte Thor der Gerechtigkeit. Eine Rieſenhand, das Symbol des mohamedaniſchen Glaubens, war auf ihr zu erblicken, ein gigantiſcher Schlüſſel als derjenige dieſes nämlichen Glaubens auf der Mauer der Vorhalle. Durch die tiefen, ſchattigen Arkaden gelangten ſie in die Halle des Gerichtes, wo noch vor Kurzem Boabdil in aller ſeiner Herrlichkeit des Herrſchers über Leben und Tod ſeiner Unterthanen gethront hatte. Hierher war ſchnell ein Theil jenes Vorrathes von Glocken, Meßbüchern, Kir⸗ chengefäßen, Silberſchaalen, Leuchtern und ſonſtiger Aus⸗ ſtattung der chriſtlichen Gotteshäuſer geſchafft worden, welche Iſabella ſtets in ihrem Lager hatte, um damit die gereinigten Moſcheen anzufüllen. Ueber einem Altar hatte man das Kreuz errichtet; vor dieſem hielt Mendoza, der kriegeriſche Großcardinal von Spanien, umgeben von andern hohen Kirchenfürſten, das Hochamt.


