Teil eines Werkes 
2. Band (1861)
Entstehung
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Gebiete hin, das ihm zugeſtanden war. Sie erſchien den betrübten Mauren als eine doppelt troſtloſe Wüſte nach dem Paradieſe, das hinter ihnen lag.

Boabdil el Chico brachte noch ein Jahr in ſeiner neuen Lehnsherrſchaft hin, gleichſam im Schatten ſeiner früher beſeſſenen Paläſte. Der Gram beugte ihn immer tiefer. Dann verkaufte er ſein Gebiet für eine bedeutende Summe an Ferdinand und Iſabella, und ſchiffte mit den Seinigen nach Fez hinüber, um ſich unter den Schutz eines fürſtlichen Stammgenoſſen zu begeben. Der ſandige Boden Afrikas wurde die Grabſtätte der herriſchen Ayra la Horra, der geprüften, liebeglühenden Zoraya und des unglücklichen Boabdil el Chico, des letzten der ſpaniſchen Maurenkönige!

Nach Boabdil's Entfernung verharrten die Spanier eine Weile ruhig an dem Orte ihres Zuſammentreffens mit ihm. Aller Blicke richteten ſich nach Granada. Dann ſchlug der verhängnißvolle Donner der Geſchütze auch an ihr Ohr. Die Fahne des Kreuzes, deren Schaft aus ge⸗ diegenem Silber beſtand, war von dem Pabſt Sirtus IV. dem König Ferdinand geſchenkt worden, der ſie in allen dieſen vollbrachten Feldzügen ſtets in ſein Zelt bringen ließ. Nun erglänzte ihr großes, ſilbernes Kreuz auf den rothen Thürmen der Alhambra; neben ihnen flatterten die Fahnen von Caſtilien und von S. Jago, dieſes rit⸗ terlichen Schutzheiligen von Spanien. Das Chor der kö⸗