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aber ich ſehe im Geiſte, was ihm folgen wird: Einker⸗ kerung und Plünderung, die Verfolgung Eures Glau⸗ bens!— Durch Martern wird man Euer Gold von Euch erpreſſen, Ihr werdet gänzlich aus Europa vertrieben und Euer Name ausgetilgt werden. Es iſt der gerechte Lohn für Eure Feigheit und Erbärmlichkeit!“
Boabdil weinte noch immer. Finſtere Verachtung lag auf Ahra's gefalteter Stirn, blitzte aus ihrem dunkeln Auge, als ſie nun zu ihrem Sohne jenes denkwürdige Wort ſprach, welches uns die Geſchichte aufbewahrt hat:
„Es ſteht Dir wohl an, wie ein Weib zu weinen um Das, was Du nicht als ein Mann zu vertheidigen wußteſt!“—
Boabdil erhob ſein Angeſicht und trocknete ſeine Thränen. Dann ſagte er gelaſſener:
„Gott iſt groß! Sein Wille hat zwiſchen uns und den Chriſten entſchieden!“—
Dieſer Platz, von welchem Boabdil den letzten Scheideblick auf ſein früheres Reich ſandte, heißt noch heute: Der letzte Seufzer des Mauren(El ultimo su- spiro del Moro), der Hügel der Thränenhügel. Eine Tafel an der Kapelle von San Sebaſtian bekundet den Ort, wo er die Schlüſſel von Granada den katho⸗ liſchen Herrſchern übergab.—
Boabdil zog mit den Seinigen auf der ſandigen Straße durch die rauhe, unfreundliche Gegend nach dem


